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Die Zukunft gewonnen

Mit «Winning the Future» hat Implenia ihr erstes gruppenweites Führungs­entwicklungsprogramm erfolgreich ab­geschlossen. Es ist dem Unternehmen gelungen, Kaderleute aus ganz Europa zu vernetzen und Schlüsselpositionen aus den eigenen Reihen zu besetzen. Implenia legt damit den Grundstein für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Managements.

«This is a very special moment for me and for Implenia.» Mit diesen Worten bringt Anton Affentranger das angeregte vielsprachige Stimmengewirr zum Verebben und eröffnet den Abschlusstag von «Winning the Future». Rund 40 Personen haben sich an diesem Nachmittag im März 2014 im ehrwürdigen Zunfthaus zur Waag gegenüber dem Fraumünster in Zürich versammelt, um gemeinsam den letzten Schritt des Ausbildungsprogramms zu absolvieren: den Graduation Day. Mit dabei sind neben den zwei Dutzend Teilnehmern und Organisatoren des Programms auch die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie des Group Executive Board (GEBO).

«Es ist das Ende einer Reise, einer längeren Reise», rekapituliert der CEO. Über anderthalb Jahre sind vergangen, seitdem sich die Teilnehmer zum ersten Mal trafen. Insgesamt fünf Ausbildungsmodule fanden statt, jedes von ihnen umfasste zweieinhalb Tage intensive Auseinandersetzung mit einem zentralen Führungsthema: Strategie, Finanzen, Personal­führung, Marketing und Leadership. «Das Hauptziel von ‹Winning the Future› war es, Nachfolgeführungskräfte heranzubilden», sagt Anton Affentranger. Und befriedigt stellt er fest, dass dieses Ziel bereits vor Abschluss des Programms erreicht wurde: Nicht weniger als drei der Teilnehmer wurden 2013 im Rahmen der Reorganisation «Die Zukunft wagen» ins GEBO berufen.

«Je länger das Programm andauerte, desto besser kannten wir uns und desto mehr Spass machte es. Ein grosser Unterschied ist, dass ich heute mehr Verantwortung übernehme als früher. Das Signal der Firma, dass sie an mich glaubt, indem sie mich für dieses Programm ausgewählt hat, hat mir Auftrieb gegeben. Mir gefiel das Leadership-Modul am besten, weil es etwas ist, das ich täglich brauche. Ich habe bereits damit begonnen, einige Tools im Alltag einzusetzen, aber es ist ein Prozess, der noch weitergeht.»

Yan Dysli, Projektleiter Buildings Genf

«Winning the Future» war das erste gruppenweite Leadership-Programm von Implenia. Thomas Foery, Leiter Human Resources bei Implenia, erinnert sich, dass es bereits in den Vorgängerfirmen Ansätze zu solchen Programmen gab. «Aber nach dem Zusammenschluss von Zschokke und Batigroup zu Implenia im Jahr 2006 ging es zunächst darum, strukturelle Fragen zu klären und operationell zu werden. Die Ausbildung geriet dadurch vorübergehend etwas in den Hintergrund.» Das Unternehmen musste zunächst Fragen der Zusammenarbeit nach dieser Fusion klären. «Nur auf einem soliden Fundament lässt es sich erfolgreich aufbauen», erklärt Foery sinnbildlich.

Im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung eines Unternehmens spielen die Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle. Wenn es gelingt, sie langfristig zu binden und ihre Kompetenzen zu steigern, erhöht dies den Markterfolg. Dies gilt insbesondere auch für Führungskräfte. Darum will Implenia ihre Mitarbeitenden weiterentwickeln und Führungskräfte möglichst aus den eigenen Reihen rekrutieren. Es ist oft besser, Schlüsselpositionen mit bereits mit dem Unternehmen vertrauten Personen zu besetzen.

Die interne Führungsentwicklung gab den Anstoss für «Winning the Future». Talentsuche und Managemententwicklung waren indes nicht der einzige Zweck des Programms. Am Herzen lag Affentranger auch, dass die in den letzten Jahren ins Ausland expandierte und gewachsene Unternehmensgruppe wieder näher zusammenrückt. «Wir wollten sicherstellen, dass wir in der gesamten Gruppe dieselbe Sprache sprechen, wenn wir über unsere Strategie und Leadership reden. Wenn wir uns besser verstehen, arbeiten wir auch besser zusammen.»

«Ich habe von den andern Teilnehmenden viel erhalten und konnte mich selber einbringen. Dieser Austausch gab mir Energie. Man hat gemerkt, dass sich unsere Schweizer Kollegen stark für ihren norwegischen Gruppenteil interessieren. Wir fühlten uns sehr willkommen. Und ich konnte manchen Input aus den Diskussionen nach Hause mitnehmen. Alles, was wir beispielsweise im Leadership-Modul kennengelernt haben, diskutieren wir derzeit in unserem Führungsteam in Norwegen.»

Petter Vistnes, CEO Implenia Norge

«Für mich persönlich waren die Themen HR und Leadership sehr wichtig. Ich weiss heute beispielsweise besser, was ich von der HR-Abteilung erwarten kann, aber umgekehrt auch, was sie von mir braucht. Ich kenne den Hintergrund der neuen Personaltools und kann sie meinen Leuten besser erklären. So hoffe ich, zu mehr Verständnis beitragen zu können. Ich denke auch, dass ich bei den Mitarbeitenden bezüglich Strategien und Absichten von Implenia mehr Transparenz schaffen kann, weil ich diese nun selber besser verstehe.»

Jürg Biese, Area Manager ITU

Und so geschah es, dass sich Personen aus ganz unterschiedlichen Unternehmensbereichen im Programm «Winning the Future» zusammenfanden. Das stiess auf grossen Anklang. «Ich fand es toll, neue Kollegen kennenzulernen, nicht nur aus der Deutschschweiz, sondern aus ganz Europa bis hinauf nach Norwegen», sagt Yan Dysli, der seit sieben Jahren für Implenia arbeitet. «Wir begannen als Vertreter unterschiedlicher Bereiche und endeten als ein gemeinsames Team», so der Projektleiter bei Buildings Genf. Christian Späth pflichtet Dysli bei. Der Bauingenieur ist Area Manager ITU Europe und arbeitet seit knapp zwei Jahren für Implenia in Salzburg. «Das Programm brachte Leute zusammen, die sich normalerweise nicht treffen.» Dabei erweiterte sich das persönliche Netzwerk nachhaltig. «Für mich, der neu zur Firma gestossen ist, war dies ideal. Ich hätte sonst nie Leute kennengelernt, die im Wallis oder in Genf arbeiten.»

«Mit dem Programm ist das gegenseitige Verständnis enorm gewachsen», bestätigt Maria Sommer von HR Development. Sie war verantwortlich für die Organisation des Programms. Es sei gelungen, eine gemeinsame Sprache zu finden und die vielen Facetten des Unternehmens kennenzulernen. «Zum Schluss war es ein zusammengeschweisstes Team, fast eine Familie.» Diese Vertrautheit ist heute beim Graduation Day in Zürich gut zu spüren: Die Atmosphäre ist locker und herzlich, man scherzt und ein Wort gibt das andere.

«Wir wollten keine Ausbildung ab Stange, sondern eine für Implenia massgeschneiderte Lösung. Wir haben daher ‹Winning the Future› von Grund auf mit Fachleuten der Executive School of Management, Technology and Law der Universität St. Gallen entwickelt. Die Vorbereitung für jedes Ausbildungsmodul war wie eine Art Bestandsaufnahme, wo die Unternehmung bei diesem Thema steht. Diese Vorarbeit hat sich gelohnt: Einzelne Elemente aus ‹Winning the Future› können nun adaptiert und in der normalen Führungsausbildung eingesetzt werden.»

Thomas Foery, Leiter HR

«Für mich das Wichtigste ist das Netzwerk, das entstanden ist. Ich arbeite in Österreich, aber dank ‹Winning the Future› kenne ich jetzt die Sprache und die Personen des Unternehmens. Das Netzwerk ist nachhaltig. Mir hat insbesondere der strategische Teil gefallen zu erfahren, was gemeint ist, wenn die Geschäftsführung von Vision und Strategie spricht. Es mag trivial klingen, aber es ist eben auch in der täglichen Arbeit wichtig, ein Verständnis dafür zu haben, wohin das Unter­nehmen will. Das versuche ich jetzt auch meinen Mitarbeitenden weiterzuvermitteln.»

Christian Späth, Area Manager ITU Europe

«Wir begleiten solche Management-Development-Programme regelmässig auf nationaler und internationaler Ebene. Besonders an ‹Winning the Future› war, dass wir das Programm gemeinsam mit dem Unternehmen auf der grünen Wiese aufbauen konnten. Die Kursinhalte haben sich dabei ständig weiterentwickelt und Prioritäten haben sich verschoben. Eine besondere Herausforderung lag in der Tatsache begründet, dass viele Kulturen zusammentrafen; sowohl in Bezug auf die Geschäftsbereiche als auch im Hinblick auf die verschiedenen Sprachregionen. Mit dem Umstieg auf Englisch als Kurssprache ist es gelungen, die Norweger und Westschweizer erfolgreich ins Programm zu integrieren und gleichzeitig die Internationalität des Unter­nehmens zu unterstreichen.»

Dr. Andreas Löhmer, Director of Corporate Programs an der Universität St. Gallen

Auch wenn jetzt im Saal eine heitere Stimmung herrscht, wurde zuvor im Programm aber auch richtig hart gearbeitet. So präsentieren nun die Teilnehmenden zum Abschluss ihre Gruppenarbeiten. Die Vortragssprache ist Englisch. Manch einer hätte lieber in seiner Muttersprache gesprochen, aber nach dem ersten Modul entschied die Programmleitung, auf die Weltsprache umzustellen. Nur so war es möglich, alle Sprachgruppen zu integrieren, auch die beiden Teilnehmenden aus Norwegen. Dieser Entscheid ist auch Ausdruck davon, dass Implenia den Schritt zu einem internationalen Unternehmen vollzogen hat. Gemeinsame Ziele lassen sich nur mit einer gemeinsamen Sprache erarbeiten. Eine Herausforderung, der sich die Teilnehmenden mitunter gerne stellten. «Ich habe es sehr begrüsst, mein Englisch wieder etwas zu reaktivieren», sagt etwa Jürg Biese, Area Manager bei ITU.

Jede Gruppe stellt im Zunfthaus ihren Business Case vor, eine Fallstudie zu einem bestimmten Thema. In die Arbeit investierten sie viel Zeit. «Die letzten sechs Wochen arbeiteten wir hart daran», sagt Yan Dysli. «Wir mussten Telefonkonferenzen abhalten, um uns über ganz Europa hinweg zu koordinieren; das ist nicht die einfachste Organisationsform.» Umso glücklicher ist er jetzt, es geschafft zu haben. In den Arbeiten wendeten Dysli und die anderen Teilnehmenden Theorien und Tools aus den Modulen auf ihre reale Situation im Unternehmen an. Zwei Gruppen beschäftigten sich mit Personalführung, eine mit der verlängerten Wertschöpfungskette beim Eisenbahnbau und die vierte unterzog zwei Geschäftsbereiche einem Stresstest in Bezug auf das geplante Wachstum. Bei der Präsentation kommen die Teilnehmenden ohne Umschweife zur Sache und bringen auch kritische Punkte zur Sprache. Dank dieser Offenheit entwickeln sich lebhafte Diskussionen mit Mitgliedern des GEBO und des Verwaltungsrats.

«Das Programm hat viel gebracht in Sachen abteilungsübergreifender Zusammenarbeit. Zunächst wussten beispielsweise die General­unternehmer nicht, was ein Tunnelbauer macht, und umgekehrt. Mit dem Programm ist das gegenseitige Verständnis enorm gewachsen. Es ist gelungen, eine gemeinsame Sprache zu finden und die Facetten der Unternehmung kennenzulernen. Zum Schluss war es ein zusammengeschweisstes Team, fast eine Familie.»

Maria Sommer, HR Development und Organisatorin von «Winning the Future»

Durch diese ernsthafte Auseinandersetzung kommt am Abschlussanlass erneut zum Ausdruck, dass Implenias Top-Management sehr hinter der Leadership-Ausbildung steht. Es ist zu spüren, dass dieses Programm eine Herzensangelegenheit ist, insbesondere auch von Anton Affentranger. Der CEO nahm an jedem Anlass persönlich teil. Ein Engagement, das von den Teilnehmenden sehr geschätzt wurde. So erlebten sie hautnah, wie es sich anfühlt, «One Company» zu sein, und sind «richtig stolz darauf, bei Implenia zu arbeiten», wie es Yan Dysli ausdrückt. Jürg Biese fühlt sich ebenso beflügelt von «Winning the Future». «Jetzt müssen wir diesen Geist selber leben und weitervermitteln können.» Und auch der Personalchef Thomas Foery blickt zuversichtlich in die Zukunft: «Nun geht es darum, auch die weiteren über 300 Personen, die bei Implenia Führungsverantwortung haben, ins Boot zu holen und am Schwung von ‹Winning the Future› teilhaben zu lassen.»

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