Schonender Umgang mit der Umwelt

Implenia hat sich ehrgeizige Umweltziele gesetzt. Das Unternehmen will insbesondere seine Energieeffizienz steigern, dadurch seine CO2-Emissionen verringern und seinen Ressourcenverbrauch optimieren. Mit einem massgeschneiderten Monitoring überwacht Implenia ihre Umweltleistung systematisch.

4.1Ressourcen schonen

Um einen schonenden Umgang mit der Umwelt zu gewährleisten, betreibt Implenia ein Umweltmanagement und ist nach ISO 14001 zertifiziert. Das Unternehmen verfolgt dabei klar definierte Ziele und überwacht seine Umweltleistung. Zuständig dafür sind die Umweltbeauftragten unter fachlicher Leitung der Abteilung Nachhaltigkeit im Technical Support.

Schwerpunkte im schonenden Umgang mit der Umwelt sind für Implenia die Steigerung der Energieeffizienz und die Optimierung des Ressourcenverbrauchs. Hinzu kommen der Schutz der lokalen Umwelt und die Förderung des Recyclings auf Baustellen und Werkhöfen.

Schlüsselgrösse beim betrieblichen Umweltschutz sind der Energieverbrauch und die Treibhausgasemissionen. Implenia trachtet daher grundsätzlich danach, den Energieverbrauch zu drosseln und möglichst saubere Energieträger zu verwenden. Mit der neu aufgebauten quantitativen Umweltdatenerhebung besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, die Umweltleistungen konkret zu messen, Ziele zu definieren und nachzuverfolgen. Ausserdem können die wesentlichen Treiber im Bereich Umwelt eruiert und konkrete Aktivitäten bestimmt und durchgeführt werden.

4.2Transparente Umweltleistungen

Die in der Berichtsperiode umfassend ausgewerteten Daten erlauben es erstmals, die Geschäftstätigkeiten der Implenia in Bezug auf ihren Energieverbrauch und ihre Treibhaus­gasemissionen zu analysieren. Die Systemgrenze schliesst alle Organisationseinheiten im Inland ein, welche etwa 85 Prozent des Umsatzes der Implenia Gruppe erwirtschaften.

Energieverbrauch

4.2.1
Energieverbrauch

Die Auswertung der bezogenen Endenergie über die Periode 2012 / 2013 zeigt, dass der Diesel für Maschinen, Nutzfahrzeuge und Personenwagen mit Abstand den wichtigsten Energieträger auf Stufe Endenergie darstellt. Danach folgen Brennstoffe wie Erdgas und Heizöl, die vorwiegend für die Prozesswärme in den Belagswerken eingesetzt werden.

 

4.2.2
Treibhausgasemissionen

Da sowohl die Treibstoffe als auch die Wärme primär aus fossilen Energieträgern stammen, ergibt sich bei den Treibhausgasemissionen ein ähnliches Bild wie bei der Energie: Beinahe 90 Prozent aller Emissionen entstehen auf Baustellen, Werkhöfen und in Belagswerken, also in der Bauproduktion. Über die gesamten Emissionen der eingekauften Energie betrachtet stammen knapp 70 Prozent aus Treibstoffen wie Diesel und Benzin. Etwa 25 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus der Wärmeerzeugung durch Erdöl und Gas. Der Stromverbrauch trägt nur einen Anteil von 5 Prozent zu den Treibhausgasemissionen der Implenia bei, nicht zuletzt aufgrund der geringen CO2-Intensität der bezogenen Stromprodukte.

Die Treibhausgasemissionen umfassen sowohl die direkten Emissionen (Betrieb der eigenen Baumaschinen, Lastwagen sowie Wärmeerzeugung in den Produktionsanlagen und Werkhöfen, Scope 1 gemäss internationalen Vorgaben zur Treibhausgasberechnung) als auch einen Teil der indirekten Treibhausgasemissionen durch netzgebundene Energie wie Elektrizität (Scope 2).

Aufgrund der Dominanz einzelner Verwendungszwecke lassen sich für die zukünftige Verbesserung der Bilanz drei Schwerpunkte ableiten:

  1. Transport und Verarbeitung auf der Baustelle
  2. Wärmeverbrauch in den Belagswerken
  3. Treibstoffverbrauch der Liefer- und Personenwagen

Folgende der Wertschöpfungskette von Implenia vor- oder nachgelagerte indirekte Emissionen (Scope 3) wurden detailliert berechnet und in der anschliessenden Darstellung berücksichtigt:

  • Emissionen für die Aufbereitung und den Transport der Energieträger
  • Emissionen von Produktionsanlagen, welche nicht unter Führung von Implenia sind
  • Emissionen aufgrund von Geschäftsreisen (Flugreisen)

Weitere indirekte Emissionen, die in vor- oder nachgelagerten Prozessketten anfallen, wurden mit Kennzahlen auf deren Relevanz untersucht. Dabei zeigte sich, dass der Einkauf der Baustoffe, gefolgt von der Nutzung der Bauten, die wichtigste indirekte Emissionsquelle darstellt. Diese beiden Kategorien machen ein Mehrfaches der Emissionen aus Scope 1 und 2 aus und sind daher sehr relevant. Allerdings ist der Einfluss der Implenia auf diese Prozesse häufig sehr gering.

Implenia plant, ihre Leistungen im Klimabereich in der nächsten Berichtsperiode nach den Vorgaben des internationalen «Carbon Disclosure Project» zu deklarieren. Als quantitatives Ziel hat sich Implenia gesetzt, die Treibhausgasemissionen (Scopes 1 und 2) bis 2017 über die gesamte Organisation und bezogen auf den Umsatz um 10 Prozent zu reduzieren.

 

Treibhausgasemissionen (Scopes 1+2)

Treibhausgasemissionen der Implenia

Treibhausgasemissionen (Scopes 1+2+3)

4.2.3
Fahrzeuge und Maschinen

Bei Implenia sind Tag für Tag Hunderte von Fahrzeugen im Einsatz: Personenwagen, Lastwagen, Bagger, Walzen und viele andere mehr. Sie alle zusammen verbrauchen pro Jahr die eindrückliche Menge von insgesamt 8,7 Millionen Liter Kraftstoff. Das Unternehmen hat sich daher zum Ziel gesetzt, den Treibstoffverbrauch auch in diesem Bereich zu reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, trifft das Unternehmen Massnahmen für ein effizienteres Fahrverhalten, etwa durch EcoDrive-Kurse.

Ein noch grösseres Sparpotenzial liegt bei der Beschaffung der Fahrzeugflotte. Implenia setzt dabei auf emissionsarme Fahrzeuge und Maschinen. So wurden verschiedene Hybridfahrzeuge angeschafft – neben 19 Personenwagen auch ein Hybridbagger, um ihn im Alltag zu testen. Der Praxistest ergab, dass der Hybridbagger 25 Prozent weniger Treibstoff verbraucht als eine konventionelle Maschine.

Implenia erliess in ihrem Fahrzeugreglement für Geschäftsfahrzeuge Vorgaben für den maximalen CO2-Ausstoss, die in der Berichtsperiode verschärft wurden. Ein Personenwagen darf nun nicht mehr als 150 Gramm CO2 pro Kilometer ausstossen. Mitarbeitende mit einem Fahrzeug, das weniger als 110 Gramm CO2 ausstösst, erhalten vom Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbonus.

Diese Massnahmen zahlen sich aus: Die Daten zeigen, dass die Fahrleistung der Geschäftsfahrten aufgrund der Vergrösserung der Leasing-Fahrzeugflotte (von 1048 auf 1420 in der Berichtsperiode) zwar zugenommen hat, die spezifischen CO2-Emissionen je gefahrenen Kilometer dagegen abgenommen haben. Die Zunahme der Fahrzeugflotte ist auf eine Anpassung im Fahrzeugreglement zurückzuführen. Mitarbeitende, die bis dahin lange Geschäftsfahrten mit ihrem Privatfahrzeug unternahmen, wurden ab 2012 mit einem Geschäftsfahrzeug ausgerüstet.

 

4.2.4
Flugreisen

Die Flugreisen erreichten im Jahr 2012 ein Maximum. Danach gingen insbesondere die Interkontinentalflüge aufgrund der Konzentration der Auslandaktivitäten auf Europa stark zurück. Implenia beschloss, ab Anfang 2014 alle Geschäftsflüge bei der Klimastiftung my climate zu kompensieren.

4.2.5
Flott unterwegs dank Öko-Fahren

Im Jahr 2012 bot Implenia das gesamte technisch-kaufmännische Personal zum EcoDrive-Kurs auf. Für die Mitarbeitenden mit Firmenfahrzeug war die Teilnahme obligatorisch. Insgesamt nahmen 469 Mitarbeitende teil; dies ist ein Drittel des technisch-kaufmännischen Personals. Bemerkenswert war, dass die Teilnehmenden mit der ökologischeren Fahrweise nicht etwa langsamer unterwegs waren: Sie steigerten im Simulatortest ihre Durchschnittsgeschwindigkeit um 6 Prozent. Gleichzeitig senkten sie den Treibstoffverbrauch um 20 Prozent. In der Praxis dürfte der Spareffekt etwas geringer ausfallen und bei rund 5 bis 10 Prozent liegen. Hochgerechnet auf die jährlich 1,6 Millionen Franken Treibstoffkosten für Geschäftsfahrten bedeutet dies eine Treibstoffkostenersparnis von bis zu 160 000 Franken pro Jahr. Die Kurse kamen damit bei den Teilnehmenden nicht nur sehr gut an, sondern erwiesen sich auch als erfolgreich. Auch die Berufschauffeure und Maschinisten der Implenia pflegen einen sparsamen Fahrstil: Seit Abschluss einer breiten Ausbildungsoffensive in den Jahren 2010 /11 absolvieren alle neuen Mitarbeiter einen EcoDrive-Kurs.

22% der CO2-Emissionen von Implenia fallen in Produktionsanlagen an. Im Bild das Belagswerk Asfatop in Unterengstringen.

4.2.6
Belagswerke im Fokus

Implenia ist in der Schweiz bei 20 Belagswerken mit mehr als 20 Prozent finanziell beteiligt. Total werden in diesen Werken pro Jahr rund 1 600 000 Tonnen Asphalt produziert, wobei Implenia als Grosskundin rund 500 000 Tonnen selber bezieht. Dabei werden 250 000 Tonnen Asphalt, sprich 16 Prozent des Materialbedarfs, als Recyclingmaterial wiederverwendet.

Das Belagswerk SAPA, eine 75-Prozent-Tochter der Implenia, führte in der Berichtsperiode ein erfolgreiches Energieeffizienzprogramm durch. Am Anfang stand eine umfassende Analyse des Standorts in Satigny bei Genf, bei der auch eine Reihe von verschiedenen Sparmassnahmen evaluiert wurde. Davon umgesetzt wurde in einem ersten Schritt die bessere Isolation von Transportleitungen und Ventilen, Behältern und Ölkreislauf. Unterstützt wurde die Energieeffizienzanalyse vom Programm «Ambition Négawatt – éco21» der Industriellen Werke des Kantons Genf (SIG). Gemäss der Erfolgskontrolle der SIG hat SAPA durch die verbesserte Isolation allein im Jahr 2013 83 Megawattstunden Energie eingespart, was rund 9 Prozent des Jahresverbrauchs des Werks entspricht. Mittel- bis langfristig fasst das Werk weitere Optimierungen ins Auge, etwa Einhausungen der Förderbänder, die Wärmerückgewinnung aus der Abluft sowie den Einsatz von Sonnenenergie, um Bitumen auf der erforderlichen Verarbeitungstemperatur von 160 Grad Celsius zu halten.

Fotovoltaikanlage auf dem Werkhofdach Bois-de-Bay in Onex im Kanton Genf.

4.2.7
Elektrizitätsbeschaffung

In der Berichtsperiode gab Implenia eine Studie über den Einkauf von Ökostrom in Auftrag. Externe Spezialisten analysierten die Produktionsanlagen und Liegenschaften mit einem Jahresverbrauch von über 100 Megawattstunden hinsichtlich Stromeinkaufs und Herkunft. Diese grösseren Standorte haben aufgrund ihres Energieverbrauchs gesetzlichen Anspruch auf freien Netzzugang. In die Studie einbezogen wurden 4 Bürogebäude und 6 Werkhöfe sowie 7 Produktionsanlagen, an denen Implenia zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist.

Die Auswertung der Daten ergab, dass die Liegenschaften und Produktionsanlagen im Jahr 2012 total rund 7,3 Gigawattstunden elektrische Energie verbrauchten. Bei den bezogenen Energieprodukten handelte es sich meistens um Standardangebote der lokalen Versorgungsunternehmen. Der Anteil erneuerbarer Energie, überwiegend Wasserkraft, liegt bei 58 Prozent. Der Rest ist Kernenergie, fossile Energie oder Energie aus nicht überprüfbaren Quellen. Einige Standorte beziehen auch Ökostromzertifikate des Typs Naturemade Basic oder Naturemade Star.

Auf Grundlage der Analyse beschloss Implenia, dass die grössten Stromverbraucher – zwei Bürogebäude, drei Werkhöfe sowie eine Produktionsanlage – ab 2014 elektrische Energie im Umfang von 2,2 Gigawattstunden auf dem freien Markt beschaffen werden, und zwar ausschliesslich aus der Wasserkraft. Ausserdem will Implenia an den übrigen Standorten, also dort, wo sie an örtliche Stromversorger gebunden ist, sämtliche elektrische Energie aus nicht erneuerbaren Quellen im bezogenen Strommix mit Wasserkraftzertifikaten kompensieren. Damit vollzog das Unternehmen einen wichtigen Schritt in Richtung erneuerbarer Energieversorgung.

Implenia möchte indes nicht bloss Zertifikate einkaufen, sondern auch selber erneuerbare Energie produzieren. Eine gute Möglichkeit dazu bieten Fotovoltaikanlagen auf Werkhöfen. Die beiden Werkhöfe bei Onex sowie Vétroz verfügen seit 2012 über Solardächer, die insgesamt gegen 400 000 Kilowattstunden Ökostrom pro Jahr produzieren. Dies entspricht dem Verbrauch von gegen 100 Haushalten oder 15 Prozent des Elektrizitätsbedarfs aller Werkhöfe. Aufgrund der positiven Erfahrungen in der Westschweiz untersuchte Implenia 2013 weitere sechs Werkhöfe in der Deutschschweiz auf ihr Solarstrompotenzial. Fazit: An einigen Standorten würden Fotovoltaikanlagen sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile bringen. Auf den untersuchten Dachflächen könnten theoretisch maximal 2 Gigawattstunden Solarstrom produziert werden. Die Stromgestehungskosten dürften je nach Standort um die 20 Rappen pro Kilowattstunde liegen. Implenia klärt derzeit das weitere Vorgehen.

4.2.8
Papierverbrauch

Im Vergleich mit anderen Einflussgrössen wie dem Treibstoffverbrauch sind die Umweltauswirkungen des Papierverbrauchs gering. Da der Umgang mit Papier indes eine symbolische Funktion und im Bürobetrieb doch eine erhebliche Bedeutung hat, erfasst Implenia den Verbrauch. Erfreulich ist, dass der gesamte Papierbedarf in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Der Anteil der Umweltpapiere ist zudem innerhalb der letzten vier Jahre von 38 Prozent auf 97 Prozent gestiegen (siehe Grafik). Dieser Erfolg ist einer Anpassung der Einkaufsstrategie zu verdanken. Nach umfangreichen Tests mit verschiedenen Recycling­papieren im Jahr 2010 hatte die Einkaufsabteilung entschieden, so weit wie möglich auf Umwelt­papier umzusteigen. Als Umweltpapier versteht Implenia neben Recyclingpapieren Papiere mit Zertifikaten wie FSC oder Blauer Engel.

 

4.3Daten systematisch erfasst

Um die Umweltziele zu konkretisieren und deren Umsetzung zu überwachen, hat Implenia ein auf ihre Aktivitäten abgestimmtes Datenerhebungssystem aufgebaut. Mit dem massgeschneiderten Indikatorensatz erfasst Implenia die wichtigsten Energie- und Materialflüsse. Basis für die Indikatoren bildet der Ressourcenstrom von der Rohstoffgewinnung bis hin zum fertigen Bauwerk. Erhoben werden grundsätzlich nur jene Werte, die das Unternehmen selber auch beeinflussen kann.

Implenia startete die systematische Erhebung der Umweltzahlen im Jahr 2011. Seither werden Daten aus dem Bereich der Produktionsanlagen, Werkhöfe und Büroliegenschaften, der Baustellen und Eigenentwicklungsprojekte sowie zur Mobilität und zum Papierverbrauch erfasst (siehe Datenerfassungsmatrix).

Noch nicht am Ziel befindet sich Implenia in Bezug auf die regionale Auflösung der Daten. Daher hat Implenia mit der stichprobenweisen, umfassenden Erhebung von einzelnen Baustellen in verschiedenen Bereichen begonnen (Tiefbau: Schulhausplatz, Baden; Hochbau: Fleur d’Eau, Versoix; Tunnelbau: Mositunnel, Brunnen). So werden sämtliche Energie- und Ressourcenflüsse inkl. Abfällen erfasst. Das Ziel besteht darin, mithilfe dieser Baustellen die wesentlichen Umwelteinflüsse zu eruieren.

Online-Datenerfassung und -Datenanalyse aufgebaut

Die Erfahrungen aus den ersten drei Jahren der Datenerhebung zeigten, dass es eines professionellen EDV-Systems bedarf, um mit dem umfangreichen Zahlenmaterial effektiv zu arbeiten. Aus diesem Grund beschaffte Implenia Ende 2013 das internetbasierte Datenerfassungs- und -auswertungssystem SoFi von PE INTERNATIONAL. Die spezialisierte Software ermöglicht Implenia, Daten laufend aus verschiedenen Quellen zu erheben und in Echtzeit darzustellen sowie spezifische Auswertungen für die Erfolgskontrolle zu generieren.
Durch die systematische Validierung der Daten bei der Eingabe verbessert sich zudem die Qualität der Daten weiter.

Datenerfassungsmatrix

4.4Sensibilisierung der Mitarbeitenden

Die Mitarbeitenden verfügen über einen erheblichen Einfluss auf den Energie- und Ressourcenverbrauch eines Unternehmens. Implenia organisiert daher regelmässige Sensibilisierungsaktionen. In der Berichtsperiode fanden drei Aktionen statt. Sie sollten den Blick der Mitarbeitenden für Reduktionsmöglichkeiten schärfen und alle motivieren, den Energie- und Wasserverbrauch zu reduzieren sowie Abwasser richtig zu entsorgen.

Eine Sensibilisierungsaktion besteht in der Regel aus einem mehrsprachig gedruckten Informationsplakat, das während mehrerer Wochen an gut sichtbaren Stellen aufgehängt wird. Das Plakat vermittelt die Hauptbotschaften prägnant in Wort und Bild. In internen Merkblättern, im Halbjahresbericht und in der Mitarbeiterzeitschrift «Impact» informieren die Projektverantwortlichen zudem laufend über Massnahmen und Fortschritte einer Aktion oder vermitteln Hintergrundinformationen. Zudem werden Projektleiter für einzelne Themen geschult und vertiefende Unterlagen im Intranet bereitgestellt.

Sensibilisierungsaktionen machen Mitarbeitende auf ihren möglichen Einfluss auf
den Energie- und Ressourenverbrauchs des Unternehmens aufmerksam.

 

4.5Zielerreichung 2012 / 2013

Implenia will mithelfen, dass auch in Zukunft noch genügend Energie- und Bauressourcen sowie Boden zur Verfügung stehen.

Strategie

Ziele 2012 /2013

Zielerreichung

Status

Durch Implenia beeinflussbare Material-, Energie- und Abfall­flüsse konsequent erfassen, auswerten und Reduktions­massnahmen umsetzen

  • Erste Daten interpretieren, Reduktionsziele festlegen und Reduktions­massnahmen für 2013 umsetzen
  • Grundlagendaten wie Energieeinsatz und Treibhausgasemissionen für die Jahre 2011 bis 2013 aufbereitet und mit dem Datenerfassungs- und Analyseinstrument SoFi – als Basis für die Festlegung von Reduktionszielen – erfolgreich implementiert (Kapitel 4.2/4.3)
    Ziel nur teilweise erreicht, da die Umsetzung der Massnahmen teilweise in der nächsten Periode erfolgt

Sensibilisierungs­aktionen bei den Mitarbeitenden fortführen

  • Sensibilisierungs­kampagnen zur Realisierung der Reduktionsziele durchführen
  • Reduktion der auf die Fahrleistung bezogenen Treibhausgasemissionen dank EcoDrive und Fahrzeugerneuerungen um 23% (Kapitel 4.4)
  • EcoDrive für Maschinisten und technisch-kaufmännisches Personal abschliessen
 

Energie- und Ressourceneffizienz in den Produktions­anlagen weiter ausbauen

  • Erneuerbare Energien in der Asphaltproduktion einsetzen
  • Wärmedämmung von Anlageteilen des Belagswerks SAPA reduziert den CO2-Ausstoss (Kapitel 4.2.6)
 
  • Eigene Fotovoltaikanlage im Recycling-Kieswerk Claie-aux-Moines erhöht den Einsatz erneuerbarer Energie (Kapitel  2.4.4)
 
  • Installation von Fotovoltaikanlagen bei den Werkhöfen Onex sowie Vétroz im Kanton Wallis erhöhen den Einsatz erneuerbarer Energie (Kapitel 4.2.7)

Ziel vollständig erreichtZiel teilweise erreichtZiel nicht erreicht

4.6Ziele und Aktivitäten 2014 /2015

Implenia will mithelfen, dass auch in Zukunft noch genügend Energie- und Bauressourcen sowie Boden zur Verfügung stehen.

Strategie

Ziele 2014/2015

Aktivitäten 2014/2015

Durch Implenia beeinflussbare Material-, Energie- und Abfallflüsse konsequent erfassen, auswerten und Reduktionsmassnahmen umsetzen

  • Wir senken die Treib­hausgasemissionen und den Primärenergie­verbrauch pro Umsatz-Franken bis 2017 um 10% gegenüber dem Stand von 2013
  • Relevante Reduktionspotenziale bei den Material- und Energieflüssen während der Realisierung anhand von vier Bauprojekten im Hoch- bzw. Tief- und Infrastrukturbau detailliert identifizieren und Massnahmen für die Umsetzung in der Breite definieren
  • Quantitative Umweltanforderungen für die Beschaffung von Maschinen und Fahrzeugen festlegen
  • Eingekaufte elektrische Energie aus nicht erneuerbaren Quellen mit dem Einkauf von Wasserkraft-Zertifikaten kompensieren
  • CO2-Kompensation bei Flügen vornehmen

Mitarbeitende sensibilisieren und Handlungsanreize schaffen

  • Wir sind uns bewusst, dass nachhaltiges Handeln Aktionen von jedem Einzelnen erfordert
  • Jährlich zwei gezielte Sensibilisierungs­kampagnen in den Themenfeldern Energie und Abfall auf der Baustelle sowie Fahrtraining für Maschinenführer zur Realisierung der Reduktionsziele durchführen
  • Mit einer Online-Plattform Mitarbeiter sensibilisieren und Anreize zu Emissionsreduktionen im Handlungsfeld der Mitarbeitenden schaffen

Energie- und Ressourceneffizienz in den Produktionsanlagen weiter ausbauen

  • Wir erhöhen die Energie- und Ressourceneffizienz der Produktionsanlagen durch konkrete Massnahmen
  • Erstellen einer Roadmap für die Massnahmenplanung von Investitionen in die Energieeffizienz von Produktionsanlagen mit Implenia Mehrheitsbeteiligung (z.B. Tapidrance)
  • Installation von Fotovoltaikanlagen auf drei weiteren Dächern von betriebseigenen Liegenschaften
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